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Immer mehr Allergien


Immer mehr Kinder leiden unter Allergien
Kennzeichnung von Lebensmitteln sollte gesetzlich geregelt werden

Hannover, 20. Januar 2009 

Bio-Produkte boomen: Das ist derzeit auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin zu beobachten. An den Messeständen stapeln sich bergeweise frisches Obst und Gemüse aus dem Öko-Landbau. Gesunde Ernährung spielt in der heutigen Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle. Eine repräsentative Umfrage der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass für 85 Prozent der Bevölkerung neben dem Kriterium „Geschmack“ der Aspekt „Frische“ beim Lebensmitteleinkauf ausschlaggebend ist.

Doch leider gibt es in den Nahrungsmitteln auch immer öfter versteckte Zusätze, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Diese Ergänzungsstoffe führen dazu, dass immer mehr Menschen unter den Symptomen einer Allergie leiden. Hautausschlag, Durchfall oder Atemnot können die Folge sein. Vor allem Kinder sind nach Auswertungen der KKH betroffen. Zwischen 2004 und 2007 wurde fast jeder dritte Säugling mit Neurodermitis, einer chronischen Hautentzündung, geboren. Neugeborene erkranken außerdem besonders häufig an einer Kuhmilchallergie. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen bis zum 17. Lebensjahr, die unter Asthma leiden, stieg im gleichen Zeitraum um 30 Prozent an.

Deshalb fordert Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH: „Eine verbesserte, verständliche Nährwert-Kennzeichnung von Lebensmitteln muss gesetzlich geregelt werden. Dann können Verbraucher beim Einkauf von Produkten auch Allergieauslöser leicht erkennen.“ Vor allem Eier, Nüsse, Soja und Weizen sowie Konservierungsstoffe können bei Unverträglichkeit zu unangenehmen Nebenwirkungen führen. Neben dem Allergie-Risiko könnte mit einer einheitlichen Lebensmittel-Kennzeichnung auch das steigende Problem von Übergewicht eingedämmt werden. „Versteckte Fette, Salze oder Zucker sind vielen Verbrauchern nicht bekannt“, so Kailuweit. „Eine Transparenz würde es vielen Menschen einfacher machen, sich gesund und ausgewogen zu ernähren.“

Quelle: KKH Hannover, 20. Januar 2009
Fotos: babypartner, 2008

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